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SY SONJA ARC 30.Tag
 
15.12.2000

 

26. Bordtag, Freitag

Vorletzter Tag am Schiff, morgen vormittag gehts dann quer durch die Insel zum internat. Flughafen im Süden und Abflug in die Heimat via Frankfurt.

Heute morgen Sonnenschein in Marigot Bay, Frühstück teilweise an Deck und um 09.00 Uhr Anker auf für die letzte Etappe unseres Törns - zurück nach RODNEY BAY MARINA !!! dem Zielhafen der ARC, ca. 12 Seemeilen - welch geringe Distanz nach gut 3000 Seemeilen über den Atlantik und jetzt noch ca. 250 SM durch die karibische Inselwelt .

Vorbei an den hübschen Hotels und Restaurants der Marigot Bay verlassen wir diese tiefe Bucht und setzen unseren Kurs entlang der Küste ab.

Nachdem schon einige Zeit ein paar dunkle Wolken am Himmel stehen, geht es auf einmal richtig los: kaum Wind, aber der warme Regen prasselt auf uns herunter, mit einer Intensität, die das gesamte Land an Steuerbord hinter einer weißen Regenwand versinken läßt - obwohl da eben noch ein großes Kreuzfahrtschiff in den Hafen der Haupstadt von St. Lucia - Castries - eingelaufen ist!!!

Weder der Hafen, noch die Stadt, noch das Schiff sind zu sehen - nur Regen - aber so schnell, wie der Spuk gekommen ist, verschwindet er auch wieder und eine halbe Stunde später scheint wieder die Sonne und alles dampft !

Ein tropical Rain eben.

Kurz nach 11.00 Uhr sind wir vor Rodney Bay angelangt und ankern wie vereinbart in etwas Distanz vor der Hafeneinfahrt, um dem Taucher des Charterunternehmens DSL Gelegenheit zu geben, das Unterwasserschiff zu kontrollieren. Wir funken den DSL-Stützpunkt an und nach 10 Minuten kommt Charly, der Taucher mit einem Schlauchboot und seiner Ausrüstung - Tauchbrille, Schnorchel und Flossen - wir hatten uns mehr erwartet, Taucherflasche + Lungenautomat mindestens.

Aber nach wenigen Tauchgängen und etwas Verschnaufpause teilt er uns mit, daß alles in Ordnung ist mit Ausnahme des etwas schief stehenden Ruders - in Relikt der Strandung der Yacht im Sommer vor Mallorca !!!

Wir gehen Anker auf und verlegen uns in die Rodney Bay Marina, diesmal an den Steg der Charteragentur.

Während unser Skip Dietrich nach einer kurzen Besprechung mit dem Stützpunktleiter sich rasch um seinen Transfer zum Flughafen kümmert - er ist der erste, der abfliegt und das schon nach dem Mittagessen - begrüßen wir diverse Freund von anderen Yachten und genießen das Schauspiel der letzten ankommenden Yachten, die noch gezeitet werden, darunter unsere Stegnachbarin von Las Palmas "Moody Goose".

Wir werden auch gleich für nachmittags auf eine Runde Bier an Bord eingeladen, was wir gerne annehmen.

Das Wetter entwickelt sich "durchwachsen", die tropical Störung vom Vormittag war nicht die einzigen, bis am späten Nachmittag ziehen einige Regenschauer durch.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit unseren norwegischen Freunden von der "Arcadia" und "Utopia" und nach der Verabschiedung von Diertrich, der nun endgültig zum Flughafen aufbricht, beginnen auch wir, schön langsam an den morgigen Aufbruch zu denken und unsere Sachen im Schiff zu ordnen.

Abends gibts ein letztes Lobster-Essen und die Unentwegten brechen dann zur freitäglichen Streetparty und zu den Steelbands nach Gros Islet auf, ein Erlebnis der besonderen Art. Nach einem letzten Drink in der Marina-Bar sind wir um 01.30 Uhr in den Kojen für die letzte Nacht am Schiff.