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26. Bordtag, Freitag
Vorletzter Tag am Schiff, morgen vormittag
gehts dann quer durch die Insel zum internat. Flughafen
im Süden und Abflug in die Heimat via Frankfurt.
Heute morgen Sonnenschein in Marigot
Bay, Frühstück teilweise an Deck und um 09.00 Uhr Anker
auf für die letzte Etappe unseres Törns - zurück nach RODNEY
BAY MARINA !!! dem Zielhafen der ARC, ca. 12 Seemeilen
- welch geringe Distanz nach gut 3000 Seemeilen über den
Atlantik und jetzt noch ca. 250 SM durch die karibische
Inselwelt .
Vorbei an den hübschen Hotels und Restaurants
der Marigot Bay verlassen wir diese tiefe Bucht und
setzen unseren Kurs entlang der Küste ab.
Nachdem schon einige Zeit ein paar dunkle
Wolken am Himmel stehen, geht es auf einmal richtig los:
kaum Wind, aber der warme Regen prasselt auf uns herunter,
mit einer Intensität, die das gesamte Land an Steuerbord
hinter einer weißen Regenwand versinken läßt - obwohl da
eben noch ein großes Kreuzfahrtschiff in den Hafen der Haupstadt
von St. Lucia - Castries - eingelaufen ist!!!
Weder der Hafen, noch die Stadt, noch
das Schiff sind zu sehen - nur Regen - aber so schnell,
wie der Spuk gekommen ist, verschwindet er auch wieder und
eine halbe Stunde später scheint wieder die Sonne und alles
dampft !
Ein tropical Rain eben.
Kurz nach 11.00 Uhr sind wir vor Rodney
Bay angelangt und ankern wie vereinbart in etwas Distanz
vor der Hafeneinfahrt, um dem Taucher des Charterunternehmens
DSL Gelegenheit zu geben, das Unterwasserschiff zu kontrollieren.
Wir funken den DSL-Stützpunkt an und nach 10 Minuten kommt
Charly, der Taucher mit einem Schlauchboot und seiner
Ausrüstung - Tauchbrille, Schnorchel und Flossen - wir hatten
uns mehr erwartet, Taucherflasche + Lungenautomat mindestens.
Aber nach wenigen Tauchgängen und etwas
Verschnaufpause teilt er uns mit, daß alles in Ordnung ist
mit Ausnahme des etwas schief stehenden Ruders - in Relikt
der Strandung der Yacht im Sommer vor Mallorca !!!
Wir gehen Anker auf und verlegen uns in
die Rodney Bay Marina, diesmal an den Steg der Charteragentur.
Während unser Skip Dietrich nach
einer kurzen Besprechung mit dem Stützpunktleiter sich rasch
um seinen Transfer zum Flughafen kümmert - er ist der erste,
der abfliegt und das schon nach dem Mittagessen - begrüßen
wir diverse Freund von anderen Yachten und genießen das
Schauspiel der letzten ankommenden Yachten, die noch gezeitet
werden, darunter unsere Stegnachbarin von Las Palmas "Moody
Goose".
Wir werden auch gleich für nachmittags
auf eine Runde Bier an Bord eingeladen, was wir gerne annehmen.
Das Wetter entwickelt sich "durchwachsen",
die tropical Störung vom Vormittag war nicht die einzigen,
bis am späten Nachmittag ziehen einige Regenschauer durch.
Ein Wiedersehen gibt es auch mit unseren
norwegischen Freunden von der "Arcadia" und "Utopia"
und nach der Verabschiedung von Diertrich, der nun
endgültig zum Flughafen aufbricht, beginnen auch wir, schön
langsam an den morgigen Aufbruch zu denken und unsere Sachen
im Schiff zu ordnen.
Abends gibts ein letztes Lobster-Essen
und die Unentwegten brechen dann zur freitäglichen Streetparty
und zu den Steelbands nach Gros Islet auf, ein Erlebnis
der besonderen Art. Nach einem letzten Drink in der Marina-Bar
sind wir um 01.30 Uhr in den Kojen für die letzte Nacht
am Schiff.
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