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SY SONJA ARC 02.Tag
 
17.11.2000 18.30 Bordzeit (19.30 MEZ)
Muelle deportivo, Las Palmas, Gran Canaria
 

Nach dem Ärger von gestern über die fehlende Sicherheitsausrüstung wurde noch schnell eine Liste erstellt und die Aufgaben verteilt.

Um 21.00 Uhr Bordzeit kam dann noch die große Proviantlieferung aus dem Supermarkt: Essen und Trinken für 7 Personen für 24 Tage berechnet - die Kartons stapelten sich im Cockpit turmhoch.

Nach einem gemütlichen Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant mit vorwiegend einheimischem Publikum gab es noch einen Schlaftrunk an Bord und alle fielen müde in die Kojen.

Bei offenen Luken und milden Temperaturen eine ruhige Nacht verbracht. Kräftiges Frühstück mit perfektem Service von Otto (Tee, Kaffe, weiche Eier usw.) blieben 2 an Bord, um den Proviant zu stauen, der Rest schwärmte aus, um die notwendigen Besorgungen zu erledigen:
Rettungsinsel prüfen lassen - erledigt.
Weitere Ausrüstung besorgen und montieren - erledigt.

Mittagessen an Bord und dann Montage aller Wimpel und Flaggen zur Flaggengala, wie die anderen Yachten auch.

Überall ist geschäftiges Treiben auf den Booten, man hilft sich mit Tips und manchem Handgriff - so hat eine Dame vom Nachbarschiff unserem Peter beigebracht, Brot zu backen und es gelang auch - es riecht und schmeckt ziemlich gut.

Schließlich werden wir ca. 3 Wochen auf dem freien Meer sein und müssen dafür vorsorgen, wenn das gebunkerte Brot ausgeht.

Vor 10 Minuten kam der zuständige Sicherheitsmann und hat unser Boot abgenommen, es ist alles in Ordnung und entspricht den vorgeschriebenen Sicherheitsstandards.

Nun gibts eine Erholungspause und dann erwarten wir noch die Anlieferung von 120 Plastikflaschen Mineralwasser = 180 Liter.

Zwischensumme des Aufwandes, um das Boot startklar zu machen: ca 20 Gesamtstunden !!!!!

Am Abend gibts wieder ein Treffen aller Yachties mit kleinem Imbiss und Getränken, das ist immer interessant, wenn man mit anderen Seglern ins Gespräch kommt.

Von den Teilnehmern sind etwa 50 % Engländer, dann Deutsche, Skandinavier, Amerikaner usw. vereinzelt Franzosen und ein oder 2 Österreicher.

Schluß für heute, jetzt wirds finster und ich verzieh mich an den Navigationstisch, wo die Stromversorgung und das Satellitentelefon wartet.