Abenteuer Cape-Hope-Segeln
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Home/ Lognächste SeiteMail an die CrewGästebuchKarteCrew LOGBUCH 9.Tag: Sonntag 2. Februar 2003 

Unterwegs nach Port Elizabeth, unter gerefftem Großsegel, mit Motorunterstützung gegen den Wind (Süd bis Südwest 3-4 Bft.) und Welle, lang.

Um 01.00 Uhr Wachübergabe von Kurt und Paul an Peter und Dany auf Pos. 33.15 Süd/027.53 Ost, drei Stunden später um 04.00 Uhr morgens übernehmen Flo und ich die Wache, keine bes. Vorkommnisse. Bislang, ein paar Cargo-Frachter und Fischtrawler, Sicht ist gut, wir haben trotzdem Radar mitlaufen.

Es ist etwas kühler geworden, der Wind aus Süd (kommt aus den kühlen arktischen Gewässern) bringt frische Luft mit.
Plötzlich um 05.00 Uhr läuft das Schiff aus dem Ruder (aus dem Kurs!) - wieder ist die Hydrauliksteuerung ausgefallen und das Schiff dreht einen ungewollten Kreisel bis wir es unter Kontrolle haben.

Flo weckt Paul auf, der Hydrauliköl nachpumpt und den Zylinder wieder auf Druck bringt - offensichtlich ist das Leck größer als vermutet - jedenfalls eine unangenehme Situation, doch rasch zu beheben.´

Einstweilen kontrollieren wir regelmäßig den Pegelmesser der Hydraulikpumpe. Um halb sieben reffen wir die Genua aus, der Wind hat auf Süd gedreht und wir können am Wind segeln.
Nach dem Frühstück wird auch das Großsegel ausgerefft, der Luftdruck ist im Steigen und das Wetter sonnig.
Mehrmals besuchen uns ganze Delfinschulen, so um die 50 umkreisen das Boot und zeigen ihre eleganten Künste.
Auch Tölpelgeschwader begleiten uns lange Zeit und hoffen, dass Peter wieder Fische fängt und dann große Teile für sie abfallen.
Plötzlich Aufregung: Flossen schauen aus den Wellen - es sind Seehunde, die sich am Rücken liegend treiben lassen!!

Um 17.50 werden die Segel geborgen, der Wind ist eingeschlafen, die Sicht wird diesig. Gegen Abend klart es wieder auf und um ca. 22 Uhr kommen die Lichter von Port Elizabeth in Sicht.

Um 22.30 stehen wir vor der Hafeneinfahrt, bekommen von der Port Control die Erlaubnis zum Einlaufen und um 23 Uhr liegen wir an einer Mole vor dem ALGOA BAY YACHT CLUB fest an den Leinen.

Da während der Fahrt auf Grund der rollenden Schiffsbewegungen an vernünftiges Kochen nicht zu denken war, gibt es jetzt ein spätes Abendessen mit 5 kg frischem Fisch aus dem gestrigen Fang von Peter.

Um 02.00 Uhr verabschieden sich die ersten in die Kojen und um 03.00 Uhr geht der Rest. Morgen ist Reparatur der Steuerung, Stadtbesichtigung, frisches Obst und Gemüse usw. angesagt.

Müde und zufrieden wünscht Euch Gute Nacht

Crew Andrea Helena / Norbert

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