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Unterwegs nach Port Elizabeth, unter gerefftem
Großsegel, mit Motorunterstützung gegen den Wind (Süd
bis Südwest 3-4 Bft.) und Welle, lang.
Um 01.00 Uhr Wachübergabe von Kurt und Paul
an Peter und Dany auf Pos. 33.15
Süd/027.53 Ost, drei Stunden später um 04.00 Uhr
morgens übernehmen Flo und ich die Wache,
keine bes. Vorkommnisse. Bislang, ein paar Cargo-Frachter
und Fischtrawler, Sicht ist gut, wir haben trotzdem
Radar mitlaufen.
Es ist etwas kühler geworden, der Wind aus Süd (kommt
aus den kühlen arktischen Gewässern) bringt frische
Luft mit.
Plötzlich um 05.00 Uhr läuft das Schiff aus dem Ruder
(aus dem Kurs!) - wieder ist die Hydrauliksteuerung
ausgefallen und das Schiff dreht einen ungewollten
Kreisel bis wir es unter Kontrolle haben.
Flo weckt Paul auf, der Hydrauliköl
nachpumpt und den Zylinder wieder auf Druck bringt
- offensichtlich ist das Leck größer als vermutet
- jedenfalls eine unangenehme Situation, doch rasch
zu beheben.´
Einstweilen kontrollieren wir regelmäßig den Pegelmesser
der Hydraulikpumpe. Um halb sieben reffen wir die
Genua aus, der Wind hat auf Süd gedreht und wir können
am Wind segeln.
Nach dem Frühstück wird auch das Großsegel ausgerefft,
der Luftdruck ist im Steigen und das Wetter sonnig.
Mehrmals besuchen uns ganze Delfinschulen,
so um die 50 umkreisen das Boot und zeigen ihre eleganten
Künste.
Auch Tölpelgeschwader begleiten uns lange Zeit
und hoffen, dass Peter wieder Fische fängt
und dann große Teile für sie abfallen.
Plötzlich Aufregung: Flossen schauen aus den Wellen
- es sind Seehunde, die sich am Rücken liegend
treiben lassen!!
Um 17.50 werden die Segel geborgen, der Wind ist
eingeschlafen, die Sicht wird diesig. Gegen Abend
klart es wieder auf und um ca. 22 Uhr kommen die Lichter
von Port Elizabeth in Sicht.
Um 22.30 stehen wir vor der Hafeneinfahrt, bekommen
von der Port Control die Erlaubnis zum Einlaufen und
um 23 Uhr liegen wir an einer Mole vor dem ALGOA
BAY YACHT CLUB fest an den Leinen.
Da während der Fahrt auf Grund der rollenden Schiffsbewegungen
an vernünftiges Kochen nicht zu denken war, gibt es
jetzt ein spätes Abendessen mit 5 kg frischem Fisch
aus dem gestrigen Fang von Peter.
Um 02.00 Uhr verabschieden sich die ersten in die
Kojen und um 03.00 Uhr geht der Rest. Morgen ist Reparatur
der Steuerung, Stadtbesichtigung, frisches Obst und
Gemüse usw. angesagt.
Müde und zufrieden wünscht Euch Gute Nacht
Crew Andrea Helena / Norbert
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