Abenteuer Cape-Hope-Segeln
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Home/ Lognächste SeiteMail an die CrewGästebuchKarteCrew LOGBUCH 7.Tag: Freitag 31. Jänner 2003 

Nachdem die Wettervorhersage das von uns erwartete Windfenster von 2-3 Tagen verspricht, bevor die nächste Südwest-Front durchzieht, hat jeder am Vormittag noch Zeit ein paar Einkäufe zu machen oder Besichtigungen.

Da steht für uns auch das NATAL MARITIME MUSEUM auf dem Programm, ein Gelände am Hafen, wo im Gebäude die Geschichte des Hafens Durban, seine Bedeutung für die Seefahrt usw. dargestellt wird. Im Freigelände liegen ein brit. Minenleger und zwei Dampfhafenschlepper neben kleineren Booten aufgedockt bzw. im Wasser.

Nach einem Drink im drehenden Restaurant im 32. Stock des Harris Buildings noch ein paar Einkäufe und dann treffen alle der Reihe nach im Restaurant des RNYC zum Lunch ein. Flo und Kurt plündern noch des Schiffsantiquitätenladen, während ich mir einen nagelneuen 40 ft Katamaran aus der Yachtproduktion in Durban zeigen und erklären lasse. Das Schiff wird nach der erfolgreichen Testfahrt gerade fertig ausgerüstet und soll am Wochenende seinem neuen Eigner übergeben werden.

Um 15 Uhr heißt es Leinen los und mit einem kräftigen Hornsignal zum Abschied verlassen wir unter Motor und Großsegel den Hafen. Nach der Ausfahrt legen wir Kurs SüdOst um wieder in den südlich ziehenden Agulhas-Strom zu gelangen und in diesem mit ca. 12 sm Abstand zur Küste nach EAST LONDON zu segeln.

Leider ist der Seegang ziemlich ruppig und wir schaukeln um die Längsachse ca. 3 m nach beiden Seiten, vergleichbar mit der Hutschenschaukel am Rupertikirtag!! So müssen wir den Speiseplan "Fisch mit Reis" fallen lassen und es gibt Spaghetti mit meinem gestern vorgekochten Sugo.

Wacheinteilung wird einvernehmlich fixiert, Paul hat frei, "K & K" Karl und Kurt übernehmen die 1. Wache von 22.30 bis 01.30, dann Flo und ich bis 04.30 und anschließend Dani und Peter bis 07.30. Tagsüber wechseln wir uns nach Bedarf ab.

Da der Wind am Abend einschläft, wird die Genua eingerollt und das Großsegel bis zum 3 Reff eingebunden und ziemlich mittschiffs gesetzt als Stützsegel gegen das Rollen. Mit 1200 Umdehungen schiebt der 8-Zyl. Perkins ca. 6 Knoten und mit den 2-3 Knoten im Agulhas-Strom laufen wir ca. 9 Knoten Schnitt. Wir kommen gut voran, wenngleich ein paar leichte warme Regenschauer doch Ölzeug erfordern.

Aber gegen Mitternacht klart es etwas auf und wir können das Ölzeug wieder lassen. Parallel zur Küste laufen wir nun gegen Südwest und beobachten am Radar den Schiffsverkehr, um nicht einem Tanker oder Cargofrachter in die Quere zu kommen. Der Wetterbericht hält sich an seine Vorhersage und wir sind guten Mutes, nach der Nachtfahrt zum Frühstück etwa auf der Höhe PORT ST. JOHNS zu sein. Begleitet wird die Nachtfahrt von Musik im Cockpit, die von Cat Stevens bis zur Rocky Horror Show reicht, Klassik ist für heute mal kein Thema! Wir sind bester Stimmung und freuen uns schon auf die nächsten Tage auf See.

Bye Bye,
Norbert

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