Abenteuer Cape-Hope-Segeln
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Home/ Lognächste SeiteMail an die CrewGästebuchKarteCrew LOGBUCH 6.Tag: Donnerstag 30. Jänner 2003 


Royal Natal Yacht Club, Durban


Royal Natal Yacht Club, Durban

Also eines vermittelt ein gutes Gefühl an dieser Küste, die ja auch stürmisch sein kann: Auf das Wetter ist Verlass!
Heute morgen noch alles friedlich beim Frühstück und um 10 Uhr gings plötzlich los: 5 Windstärken, dann 6 , in Böen 7 und das Wasser flog über den Hafen. Da wir an unserer Gästepier des RNYC genau quer zum Südwetter-Wind liegen, haben wir unsere 4 Festmacherleinen auf ACHT (!!) verstärkt.

Da der ebenfalls angekündigte Regen aber noch auf sich warten ließ, gingen wir alle gemeinsam auf eine ausgedehnte Stadtbesichtigung, die mehrere Stunden dauerte und bei einem Drink im Yachtclub um 15 Uhr ihr Ende fand.

Da wir uns im 6-er Pack sicher fühlten, wagten wir uns auch in die Gegend der Voodoo-Händler und in den Fleischmarkt, wo zum Großteil Schafsköpfe, Gedärme und Hühnerhälse angeboten wurden, na ja da war unser Aufenthalt ziemlich kurz.

Bei den Zauberhändlern gibt es auch getrocknete Affenköpfe, Affenhände, Pferdefüße, kleine Krokodilköpfe, alle Arten von Wurzeln und Kräutern und undefinierbare Säfte!! Außerdem vermittelt das Schild "Wir helfen Ihnen bei allen Problemen" das Gefühl, bei den Voodoo-Mastern bzw. Geisterheilerinnen wirklich gut aufgehoben zu sein.

Da unsere Weiterfahrt ausschließlich vom Wind abhängig ist, überlegten wir kurz, ob wir als Opfer für gutes Wetter einen plattgeklopften Seeadler kaufen und opfern sollten?? Naja, wir beließen es beim Abhören des lokalen Wetterberichtes und der Internet-Wetter Info und beschlossen, uns ein ausgiebiges Abendessen zu gönnen.

Peter sorgte für die Steaks, Kurt für den Salat und Flo für die Knoblauchbutter, während ich 2 kg Sugo auf Vorrat kochte zum Tiefkühlen.

Mit vier Flaschen Rotwein, eine davon verbrauchten wir schon beim Kochen, war die Stimmung an Bord trotz leichten Regens bestens.

Die Temperaturen sind auch Abends so mild, dass wir nach dem Essen bis Mitternacht an Deck unter dem Cockpit-Zelt im T-Shirt sitzen und karibische Musik hören.

Als Paul versucht, uns die Vorteile seines Stahlschiffes zu demonstrieren, indem er versucht, an Deck versehentlich verschütteten Rum anzuzünden - was zum Glück misslingt! - beschließen wir den Abend und gehen mit der Hoffnung schlafen, dass die angesagte Winddrehung von Südwest (=auf die Nase) nach Ost bis Nordost morgen kommt.

Norbert

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